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Personalkostenquote der Arztpraxis: Werte je Fachgebiet

Personalaufwendungen lagen 2024 je Fachgebiet bei 28,0 bis 36,2 % der Einnahmen (Destatis). Warum die Lohnquote ohne Arztgehälter der bessere Vergleich ist.

Alexander Baule
Co-Founder ·
Personal in % der Einnahmen 2024, Auswahl
Destatis, Arztpraxen ohne fachübergreifende BAG und MVZ
Kinder- und Jugendmedizin36,2 %
Allgemeinmedizin36,1 %
Radiologie32,1 %
Augenheilkunde29,0 %
Urologie28,0 %

Die Personalkostenquote einer Arztpraxis lag 2024 im Mittel bei 33,3 Prozent der Einnahmen, gerechnet über alle Einzelpraxen und fachgleichen Berufsausübungsgemeinschaften. Je Fachgebiet reichte sie von 28,0 Prozent in der Urologie bis 36,2 Prozent in der Kinder- und Jugendmedizin (Statistisches Bundesamt, Kostenstrukturstatistik 2024). Wer seine eigene Quote gegen diese Werte hält, kann dabei zwei verschiedene Dinge vergleichen, weil in der Gesamtquote die Gehälter angestellter Ärztinnen und Ärzte stecken.

Dieser Beitrag liefert die Vergleichswerte je Fachgebiet, zeigt, warum die Quote mit der Praxisgröße steigt, und nennt die zweite Quote, die sich für den Vergleich besser eignet. Wie die Personalkostenquote unter den übrigen Praxiskennzahlen einzuordnen ist, steht im Beitrag zu den Praxiskennzahlen.

Das Wichtigste in Kürze

  • 33,3 Prozent der Einnahmen gingen 2024 ins Personal, über alle Arztpraxen ohne fachübergreifende Berufsausübungsgemeinschaften und MVZ; mit beiden Formen waren es 36,7 Prozent (Destatis).
  • Je Fachgebiet reichte die Quote von 28,0 Prozent in der Urologie bis 36,2 Prozent in der Kinder- und Jugendmedizin; die Allgemeinmedizin lag bei 36,1 Prozent.
  • Mit der Praxisgröße steigt die Quote, oberhalb von 0,5 Millionen Euro Einnahmen über die Arztgehälter: von 33,1 auf 34,7 Prozent, die Arztgehälter von 4,8 auf 7,6 Prozent der Einnahmen (Praxen ohne fachübergreifende BAG und MVZ).
  • Die Lohnquote des nichtärztlichen Personals lag je Fachgebiet zwischen 17,8 und 23,2 Prozent der Einnahmen. Sie hängt weniger an Anstellungen als die Gesamtquote; Maßstab ist die Größenklasse des eigenen Fachgebiets.
  • Jeder Prozentpunkt ist in einer Praxis der Allgemeinmedizin mit 673.000 Euro Einnahmen, dem Durchschnitt ihrer Größenklasse, 6.730 Euro im Jahr wert (eigene Rechnung).

Wie hoch ist die Personalkostenquote je Fachgebiet?

Die Personalaufwendungen lagen 2024 je Fachgebiet zwischen 28,0 und 36,2 Prozent der Einnahmen (Statistisches Bundesamt, Kostenstrukturstatistik 2024). Destatis zählt dazu Bruttoentgelte, Sozialaufwendungen des Arbeitgebers und Honorare für gelegentliche Assistenz und Praxisvertretung; der Gewinn der Inhaberin oder des Inhabers gehört nicht dazu.

Fachgebiet Personalaufwendungen darunter Bruttoentgelte angestellte Ärztinnen und Ärzte darunter Bruttoentgelte übriges Personal Einnahmen je Praxis
Kinder- und Jugendmedizin 36,2 % 6,1 % 22,8 % 626.000 Euro
Allgemeinmedizin 36,1 % 6,2 % 22,7 % 583.000 Euro
Innere Medizin 34,5 % 4,7 % 23,2 % 841.000 Euro
Haut- und Geschlechtskrankheiten 33,0 % 6,5 % 19,7 % 750.000 Euro
Radiologie 32,1 % 6,4 % 19,5 % 3.880.000 Euro
Frauenheilkunde und Geburtshilfe 31,9 % (4,1 %) 21,5 % 534.000 Euro
Orthopädie und Unfallchirurgie 30,7 % 3,6 % 21,1 % 826.000 Euro
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde 29,6 % 3,0 % 20,6 % 659.000 Euro
Augenheilkunde 29,0 % 5,4 % 18,1 % 1.238.000 Euro
Neurologie, Psychiatrie und verwandte Gebiete 28,2 % / 18,4 % 443.000 Euro
Chirurgie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Neurochirurgie 28,1 % (4,7 %) 17,8 % 752.000 Euro
Urologie 28,0 % (3,3 %) 19,3 % 837.000 Euro
Sonstige Fachgebiete 34,4 % (8,5 %) (18,5 %) /
Alle Arztpraxen ohne fachübergreifende BAG und MVZ 33,3 % 5,4 % 21,3 % 701.000 Euro

Quelle: Statistisches Bundesamt, Statistischer Bericht Kostenstrukturstatistik im medizinischen Bereich 2024, Tabelle 52571-09. Anteile in Prozent der Einnahmen, Mittelwerte je Praxis. Werte in Klammern haben einen eingeschränkten Aussagewert, der Schrägstrich steht für keine Angabe. Die Differenz zwischen der Spalte Personalaufwendungen und den beiden Lohnspalten sind vor allem die Sozialaufwendungen.

Innerhalb eines Fachgebiets liegen die Schwerpunkte zum Teil weit auseinander, und Destatis weist sie gesondert aus. In der Inneren Medizin reichte die Quote von 28,5 Prozent in der Rheumatologie bis 42,1 Prozent in der Hämatologie und Onkologie, die Endokrinologie und Diabetologie lag bei 39,8 Prozent. Wer einen Schwerpunkt hat, vergleicht sich mit dessen Zeile, nicht mit dem Fachgebiet. Für die sonstigen Fachgebiete, darunter Anästhesiologie und Pathologie, nennt Destatis 34,4 Prozent; der Rechner verwendet für „Andere Fachrichtung“ den breiteren Wert über alle Praxen von 33,3 Prozent.

Eine hohe Quote heißt außerdem nicht, dass der Personalblock in Euro groß ist. In der Allgemeinmedizin entsprachen 36,1 Prozent von 583.000 Euro rund 210.000 Euro, in der Augenheilkunde 29,0 Prozent von 1.238.000 Euro rund 359.000 Euro (eigene Rechnung). Die Quote misst das Verhältnis zu den Einnahmen, nicht die Größe des Teams.

Warum die Quote mit der Praxisgröße steigt

Ab etwa 500.000 Euro Einnahmen steigt die Gesamtquote vor allem über die Gehälter angestellter Ärztinnen und Ärzte: 2024 von 33,1 auf 34,7 Prozent der Einnahmen, die Arztgehälter von 4,8 auf 7,6 Prozent (Statistisches Bundesamt, Praxen ohne fachübergreifende Berufsausübungsgemeinschaften und MVZ). In den kleineren Klassen steigen auch die Löhne des übrigen Personals; die Arztgehälter weist Destatis dort nicht aus.

Einnahmengrößenklasse Personalaufwendungen Bruttoentgelte angestellte Ärztinnen und Ärzte Bruttoentgelte übriges Personal Gesetzliche Sozialaufwendungen
22.000 bis unter 300.000 Euro 27,4 % / 20,6 % 5,0 %
300.000 bis unter 500.000 Euro 32,0 % / 23,1 % 5,7 %
500.000 bis unter 1 Mio. Euro 33,1 % 4,8 % 21,5 % 5,9 %
1 Mio. Euro und mehr 34,7 % 7,6 % 20,5 % 5,7 %

Quelle: Statistisches Bundesamt, Kostenstrukturstatistik 2024, Tabelle 52571-09, Arztpraxen ohne fachübergreifende Berufsausübungsgemeinschaften und MVZ. Anteile in Prozent der Einnahmen.

Zwischen den beiden oberen Klassen wächst die Quote um 1,6 Prozentpunkte. Die Arztgehälter steigen um 2,8 Punkte, die Löhne des übrigen Personals sinken um 1,0 Punkte, die gesetzlichen Sozialaufwendungen um 0,2 Punkte; der Rest der Personalaufwendungen bleibt bei 0,9 Prozent (eigene Rechnung). Die Arztgehälter tragen den Anstieg also mehr als vollständig. Über alle Arztpraxen einschließlich MVZ und fachübergreifender Berufsausübungsgemeinschaften fällt der Sprung viel größer aus, von 33,9 auf 39,8 Prozent, weil in der oberen Klasse die meisten MVZ und fachübergreifenden Berufsausübungsgemeinschaften stecken: Dort lagen die Personalaufwendungen bei 51,8 Prozent der Einnahmen und die Arztgehälter allein bei 22,4 Prozent, bei im Mittel 1,1 Inhabern und (8,5) angestellten Ärztinnen und Ärzten je MVZ (Destatis, Tabellen 52571-09 und 52571-10).

Für den eigenen Vergleich heißt das: Eine Praxis mit angestellter Ärztin hat in der Regel eine höhere Gesamtquote als eine Einzelpraxis ohne, auch wenn sie ihr Personal genauso wirtschaftlich einsetzt. Die Arbeit der Inhaberin steht im Gewinn, die der angestellten Ärztin in den Personalkosten.

Welche Quote Sie aus Ihrer BWA vergleichen

Vergleichen Sie die Gesamtquote und die Lohnquote des nichtärztlichen Personals aus der Jahres-BWA mit den Destatis-Werten 2024 Ihres Fachgebiets. Die Gesamtquote: alle Personalkosten aus der BWA, also Löhne und Gehälter, Sozialabgaben und Aushilfen, geteilt durch die Einnahmen des Jahres. Sie steht gegen die Spalte Personalaufwendungen der Fachgebietstabelle. Die Lohnquote des nichtärztlichen Personals: nur die Bruttolöhne von MFA, Assistenz und Verwaltung, geteilt durch dieselben Einnahmen. Die Trennung von den Arztgehältern liefert das Lohnjournal. Diese zweite Quote steht gegen die Spalte Bruttoentgelte übriges Personal und lag 2024 je Fachgebiet zwischen 17,8 und 23,2 Prozent.

Sie hängt allerdings an der Größe. In der Allgemeinmedizin lag sie 2024 bei 23,3 Prozent unter 300.000 Euro Einnahmen, bei 24,7 Prozent zwischen 300.000 und 500.000 Euro, bei 22,6 Prozent zwischen 500.000 Euro und 1 Million Euro und bei 20,9 Prozent darüber (Destatis, Tabelle 52571-09). Wo Destatis die Größenklassen Ihres Fachgebiets ausweist, ist deren Zeile der genauere Maßstab.

Beobachten Sie die Quote ruhig monatlich, vergleichen Sie gegen die Destatis-Werte aber einen Jahreswert oder die Summe der letzten zwölf Monate. Ein einzelner Monat verzerrt beide Quoten, weil Sonderzahlungen in einzelnen Monaten anfallen und die Einnahmen nicht gleichmäßig über das Jahr eingehen.

Um wie viel Geld es geht, zeigt die Allgemeinmedizin. Eine Praxis mit 673.000 Euro Einnahmen, dem Durchschnitt der Klasse von 500.000 Euro bis 1 Million Euro (Statistisches Bundesamt, Tabelle 52571-09), bewegt mit jedem Prozentpunkt 6.730 Euro im Jahr. Liegt ihre Lohnquote des nichtärztlichen Personals bei 25,1 statt 22,6 Prozent, sind das 16.825 Euro im Jahr (eigene Rechnung).

Je nachdem, welche der beiden Quoten abweicht, folgt etwas anderes:

  • Die Lohnquote des nichtärztlichen Personals liegt mehr als zwei Prozentpunkte über dem Wert Ihrer Größenklasse. Die Grenze von zwei Punkten ist eine eigene Setzung; der Rechner verwendet dieselbe für die Gesamtquote. Dann liegt der Abstand bei Besetzung, Lohnniveau oder Einnahmen je Mitarbeiterstunde, nicht bei den Arztgehältern. Der nächste Schritt ist der Blick auf Stunden und Gehälter: wie viele Vertragsstunden das Team hat, was je Stunde eingenommen wird und ob und wie weit die Gehälter über dem Tarif liegen. Dafür gibt es den Rechner Umsatz je Mitarbeiterstunde; wie viele Medizinische Fachangestellte je Ärztin üblich sind, ordnet der Beitrag zu den MFA je Arzt ein.
  • Nur die Gesamtquote liegt darüber, die Lohnquote nicht. Dann erklärt sich der Abstand in der Regel durch angestellte Ärztinnen und Ärzte. Die Frage ist hier nicht die Besetzung, sondern ob jede ärztliche Stelle das Honorar erzeugt, das ihr Gehalt trägt.
  • Beide liegen im Rahmen. Dann ist Personal nicht der Hebel. Welche Kostenblöcke sich überhaupt bewegen lassen, rechnet der Beitrag zu den Praxiskosten durch.

Für die Gesamtquote gibt es den Personalkostenquote-Rechner, der sie gegen den Destatis-Wert Ihres Fachgebiets stellt; die Lohnquote des nichtärztlichen Personals rechnet er nicht gesondert. Im laufenden Betrieb zeigt der Finanzmanager von MediPulse die Personalkostenquote im Praxisvergleich, weil er Buchhaltung und Konto zusammenführt.

Häufige Fehler

  • Den Anteil an den Aufwendungen mit der Quote am Umsatz verwechseln. Rund 58 Prozent der Gesamtaufwendungen gingen 2023 ins Personal (Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung); am Umsatz gemessen ist es rund ein Drittel. Beide Zahlen stammen aus verschiedenen Erhebungen; die Quote am Umsatz weist Destatis direkt aus, sie muss nicht umgerechnet werden.
  • Mit angestellten Ärztinnen und Ärzten gegen den Durchschnitt rechnen. Die Gesamtquote steigt mit einer Anstellung in der Regel, auch wenn die Praxis dadurch nicht unwirtschaftlicher wird.
  • Den eigenen Unternehmerlohn in die Personalkosten nehmen. Destatis rechnet ihn nicht dazu, der Vergleich wäre verzerrt.
  • Einen einzelnen Monat gegen den Jahreswert halten. Sonderzahlungen und ungleichmäßig eingehende Einnahmen verschieben die Quote von Monat zu Monat.
  • Den Wert eines anderen Fachgebiets oder des ganzen Fachs statt des Schwerpunkts nehmen. Zwischen Urologie und Kinder- und Jugendmedizin liegen gut acht Prozentpunkte, zwischen Rheumatologie und Hämatologie und Onkologie mehr als 13.

Datenstand und Vorbehalte

Datenstand: Kostenstrukturstatistik im medizinischen Bereich, Berichtsjahr 2024, veröffentlicht am 23. Juli 2026. Die Werte sind Mittelwerte einer hochgerechneten Stichprobe; einzelne Angaben haben einen eingeschränkten Aussagewert und sind in den Tabellen gekennzeichnet. Die Fachgebietswerte gelten für Einzelpraxen und fachgleiche Berufsausübungsgemeinschaften; für fachübergreifende Berufsausübungsgemeinschaften und MVZ gelten die eigenen Zeilen. Die Abgrenzung der Personalkosten in Ihrer BWA kann von der Destatis-Abgrenzung abweichen, etwa bei Honoraren für Vertretungen; prüfen Sie vor dem Vergleich, welche Konten in Ihrer Summe stecken. Dieser Beitrag ist allgemeine Information und keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung.

Fazit

Die Personalkostenquote einer Arztpraxis lag 2024 bei 33,3 Prozent der Einnahmen, je Fachgebiet zwischen 28,0 und 36,2 Prozent. Weil die Gesamtquote mit angestellten Ärztinnen und Ärzten in der Regel steigt, ist sie für den Vergleich allein zu grob. Die Lohnquote des nichtärztlichen Personals, 2024 je Fachgebiet zwischen 17,8 und 23,2 Prozent der Einnahmen und am genauesten gegen die eigene Größenklasse gelesen, zeigt, ob der Abstand bei der Besetzung liegt oder bei den Arztgehältern, und damit, an welcher Stelle eine Praxis ansetzen kann.

Quellen

Häufige Fragen

Wie hoch ist die durchschnittliche Personalkostenquote einer Arztpraxis?

Die Personalaufwendungen lagen 2024 bei 33,3 Prozent der Einnahmen, gerechnet über alle Arztpraxen ohne fachübergreifende Berufsausübungsgemeinschaften und MVZ. Mit diesen beiden Formen waren es 36,7 Prozent (Statistisches Bundesamt, Kostenstrukturstatistik 2024). Je Fachgebiet reichte der Wert von 28,0 Prozent in der Urologie bis 36,2 Prozent in der Kinder- und Jugendmedizin.

Was zählt zu den Personalkosten einer Arztpraxis?

Bruttoentgelte aller Beschäftigten einschließlich angestellter Ärztinnen und Ärzte, die gesetzlichen und übrigen Sozialaufwendungen des Arbeitgebers und Honorare für gelegentliche Assistenz und Praxisvertretung. So grenzt das Statistische Bundesamt die Personalaufwendungen ab. Der Gewinn der Inhaberin oder des Inhabers gehört nicht dazu.

Welche Personalkostenquote hat eine Hausarztpraxis?

Praxen der Allgemeinmedizin hatten 2024 Personalaufwendungen von 36,1 Prozent der Einnahmen. Davon entfielen 22,7 Prozent auf die Bruttoentgelte des nichtärztlichen Personals und 6,2 Prozent auf angestellte Ärztinnen und Ärzte (Statistisches Bundesamt, Kostenstrukturstatistik 2024).

Warum ist meine Personalkostenquote höher als der Durchschnitt?

Ein Grund können angestellte Ärztinnen und Ärzte sein: Ihr Gehalt steht in den Personalkosten, die Arbeit der Inhaberin nicht. In Praxen ohne fachübergreifende Berufsausübungsgemeinschaften und MVZ stieg die Quote 2024 zwischen 0,5 bis 1 Million und mehr als 1 Million Euro Einnahmen von 33,1 auf 34,7 Prozent, die Arztgehälter von 4,8 auf 7,6 Prozent der Einnahmen (Statistisches Bundesamt).

Welche Quote sollte ich mit dem Fachgebietswert vergleichen?

Zwei. Die gesamte Quote, also alle Personalkosten geteilt durch die Einnahmen, und die Lohnquote des nichtärztlichen Personals, also deren Bruttolöhne geteilt durch die Einnahmen. Die zweite lag 2024 je Fachgebiet zwischen 17,8 und 23,2 Prozent. Sie hängt weniger an Anstellungen als die Gesamtquote, aber an der Größe; Maßstab ist deshalb die Größenklasse des eigenen Fachgebiets.

Ist der Personalanteil von 58 Prozent dasselbe wie die Personalkostenquote?

Nein. Rund 58 Prozent ist der Anteil des Personals an den Gesamtaufwendungen (Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung, 2023). Die Personalkostenquote misst am Umsatz und fällt deshalb niedriger aus: 33,3 Prozent der Einnahmen über alle Arztpraxen ohne fachübergreifende Berufsausübungsgemeinschaften und MVZ (Statistisches Bundesamt, 2024).

Alexander Baule
Über den Autor
Alexander Baule · Co-Founder

In mehreren schnell wachsenden Start-ups und als Projektleiter bei McKinsey hat Alexander Baule immer wieder dasselbe gesehen: Daten liegen in getrennten Silos, und Entscheidungen warten, bis jemand die Zahlen zusammenträgt. In Praxen ist es genauso, nur hat dort niemand ein Controlling-Team dafür. Bei MediPulse verantwortet er den Vertrieb und bringt aus jedem Gespräch Anforderungen ins Produkt.

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